Der Wunsch der Familie nach viel Helligkeit in den Räumen war entscheidend für eine erkerartige Pfosten-Riegel-Fassade aus Glas, die sich zur Südseite (Gartenseite) in der Mitte des Gebäudes über alle drei Geschosse erstreckt. Die Wahl fiel auf die Pfosten-Riegel-Konstruktion der Firma Raico.
Die Fenster sind dreifachverglast und auch die Rahmen mit ihren
Eckverbindungen und Maueranschlüssen müssen so ausgebildet und gedämmt
sein, dass die Fenster eingebaut einem Wärmedurchgangs-Koeffizienten U
von 0,85 W/m²K oder kleiner entsprechen. (Dem Rahmen ist besondere
Aufmerksamkeit zu schenken, da verschiedene Billiganbieter zwar gutes
Glas aber Rahmen mit hohem U-Wert verwenden. )
Dies gilt auch für
die Pfosten-Riegel-Fassade. Im Hinblick auf die Kosten ist abzuwägen,
welcher Wärmedurchgangs-Koeffizient im konkreten Einzelfall einzuhalten
ist.
Nach gründlicher Abwägung hat sich die Familie Vaßen für die Passivhauszertifizierten Holz-Fenster, System „Energyframe“ der Firma Variotec entschieden. Den Einbau übernahm die Firma Fensterbau Schneider GmbH.
In diesem Fall ergab die Berechnung nach PHPP einen nötigen U-Wert des Glases von 0,6 W/m²K für die Fenster und 0,5 W/m²K für die Pfosten-Riegel-Fassade. Das System Energyframe hat einen U-Wert für den Rahmen von 0,76 W/m²K.
Die Fenster und die Pfosten-Riegel-Fassade wirken wie „passive“ Sonnenkollektoren, die Sonnenenergie (Wärme) in das Haus lassen. Dies erfordert eine Möglichkeit zur Regulierung des Wärmeeintritts durch Verschattung. Wegen des Wunsches der Familie nach viel Helligkeit kamen Fenster-Rolladen nicht in Betracht. Gewählt wurden Jalousien der Firma Warema, die entsprechend der Neigung der Lamellen die direkte Sonneneinstrahlung verhindern, aber die Helligkeit in den Räumen weniger beeinträchtigen. Für die effiziente Nutzung der Jalousien ist eine (automatische) Steuerung notwendig, die die Bedienung in Abhängigkeit von Innen- und Außentemperatur sowie von der Windstärke regelt und mit der übrigen Haustechnik gekoppelt ist.