Kennwerte

Maximale Heizlast

Die Energie, die an den kältesten Tagen im Jahr dem Hafus zugeführt werden muss, um die Innentemperatur konstant zu halten.

Im Passivhaus: 10 W/m²

Jahresheizwärmebedarf

Die Wärmemenge, die demHaus durch die Außenwände und die Lüftungsanlage in einem Jahr verloren geht, abzüglich der solaren Gewinne durch die Fenster und der internen Wärmegewinne durch Geräte und Bewohner.

Im Passivhaus: < 15 kWh/m²a

Primärenergiebedarf

Der Primärenergiebedarf ist der Energiebedarf, der für Heizung und Warmwasser  (Nutzwärme und Aufwand der Anlagentechnik) benötigt wird - teilweise wird auch noch der Haushaltsstrom miteingerechnet. Dabei werden auch die zusätzlichen Energiemengen berücksichtigt, die durch vorgelagerte Prozessketten bei der Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe entstehen (zum Beispiel der Stromerzeugung, Transport).

Zur Ermittlung des Primärenergiebedarfs wird der Endenergiebedarf eines Gebäude mit dem Primärenergiefaktor multipliziert.

Der Primärenergiebedarf berücksichtigt auch Wärmegewinne und -verluste. Gewinne entstehen durch die passive Nutzung der Solarenergie und Körperwärme. Verluste treten zum Beispiel durch die Weiterverarbeitung der Rohstoffe, Lüftung und ungenügende Dämmung auf.

Im Passivhaus: <120 kWh/(m²a) (Heizung, Warmwasser, Haushaltsstrom)

Luftdichtheit

Mit dem so genannten "Blower-Door-Test", einem Verfahren, bei dem in die Türöffnung des zu messenden Gebäudeseine luftdichte Plane mit eingebautem Ventilator eingebaut wird, wird die Luftdichtheit von Gebäuden kontrolliert.

Für Passivhäuser darf der Luftaustausch durch unfreiwillige Öffnungen und Leckagen nicht höher als das 0,6-fache des eingeschlossenen Luftvolumens pro Stunde sein (<0,6/h)

Die hohe Luftdichtheit wird benötigt, um Schäden durch eindringende Feuchte (Kondensat) im Wandaufbau zu vermeiden und um Wärmeverluste durch unkontrollierten Luftaustausch zu vermeiden.

Wirkungsgrad der Wärmerückgewinnungsanlage

Die Abluft-Wärmerückgewinnung in Passivhäusern muss mindestens 75  betragen, bei einem gleichzeitigen Stromverbrauch von höchstens 0,4 Wh/m³.

Im Passivhaus: >75%

U-Wert

U-Werte sind die Kennwerte für den Wärmedurchgang durch Bauteile. Je kleiner der U-Wert , desto besser ist die Dämmwirkung.

Der U-Wert der geschlossenen, nicht lichtdurchlässigen Bauteile liegt im Passivhaus bei max. 0,15 W/m²K.

Fenster dürfen einen U-Wert von max. 0,8 W/m²K. Er setzt sich zusammen aus den U-Werten des Glases, des Rahmens und des Glas-Randverbundes.