Konstruktion

Keller

Ein besonderes Problem stellte die Wärmedämmung des Kellergeschosses im Einschnitt dar. Weder ein Standard-Betonkeller noch ein konventionell gemauerter Keller genügte den Anforderungen an die Wärmedämmung eines Passivhauses. Die Lösung bestand schließlich in einem Keller aus Systembauteilen aus Gundelfinger Ziegel-Vergusstafeln der Firma Ziegelwerk Gundelfingen GmbH, die einen passgenauen, schnellen und sicheren Baufortschritt garantieren. Die Kellerwand erfüllt mit außenliegender Perimeterdämmung einem Gesamt-U-Wert von 0,14 W/m²K.

Zur Isolierung und Wärmedämmung von unten dient eine Perimeter-Bodenwanne der Firma ISOQUICK GmbH&Co.KG als Basis für Keller und Haus. Dieses Dämmsystem ist vom IG-Passivhaus als passivhausgeeignet zertifiziert  und die lastabtragende Perimeter-Bodenwanne ist allgemein bauaufsichtlich zugelassen. In diese Wanne kommt direkt die bewehrte Betonbodenplatte.

Oberbau

Auch die Suche nach einem Hersteller der Holzrahmenbaukonstruktion für den Oberbau gestaltete sich schwierig. Es zeigte sich, dass nicht jeder, der Holz-Passivbau anbietet auch Holz-Passivhaus bauen kann. Schließlich lag das Gute aber ganz in der Nähe.  Holzbau Kleih GmbH vereint die Erfahrung aus drei Generationen Zimmermannsbetrieb mit die Techniken der modernen Holzbauweise.

Fassade

Auf die Fassadengestaltung wurde von der Familie besonderer Wert gelegt. Die Verschalung mit Lärchenholz ist pflegeleicht und quer auf Lücke angebracht, verhindert sie unschöne senkrechte Ablaufstreifen. Im übrigen soll ein minimaler Dachüberstand eine gleichmäßige natürliche Farbgebung auch nach Jahren gewährleisten. Die Sockelausbildung mit anthrazitfarbenen Faserzementplatten soll ebenso wie die feuerroten Haustüren besondere Akzente in der Fassade setzen.

Flachdach

Damit auf der Pfosten-Riegel-Fassade kein 40 cm dickes Dämmpaket liegt, was die filigrane Optik dieser Glasfront stören würde, wurden zur Flachdachdämmung Vakuumisolierpaneele der Firma Va-Q-Tec gewählt. Bei der Verarbeitung dieser Paneele  ist besondere Vorsicht geboten, da die kleinste Beschädigung, wie z. B. durch spitze Steine in den Gummiprofilen der Arbeitsschuhe , die hochsensible Vakuumdämmung zerstören kann! Vorteil der Vakuumdämmung ist der geringe Platzbedarf. So hat ein  ein Zentimeter dickes Vakuumpaneel die gleiche Dämmwirkung wie zehn Zentimeter Styropor.